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Deckt Tierversicherung Vorerkrankungen ab?

By Sarah Bennett7. Juli 20264 min read
Reviewed by Dr. Sarah Bennett, DVM
Veterinarian discussing pet insurance coverage with concerned pet owner at clinic desk
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Deckt Haustierversicherung bereits vorhandene Erkrankungen ab?

Eine der häufigsten Fragen, die mir von Tierhaltern gestellt wird, ist, ob ihre Versicherung eine Erkrankung abdeckt, die ihr Haustier bereits hat. Es ist eine entscheidende Frage, und leider ist die Antwort selten eindeutig. Bereits vorhandene Erkrankungen stellen eine der größten Einschränkungen in Haustierversicherungspolicen dar, und wenn Sie verstehen, wie sie funktionieren, könnten Sie tausende Euro bei unerwarteten Tierarztkosten sparen.

Was genau ist eine bereits vorhandene Erkrankung?

Eine bereits vorhandene Erkrankung ist jede Krankheit, Verletzung oder Gesundheitsproblematik, die Ihr Haustier vor Beginn Ihrer Versicherungspolice hatte. Dies umfasst Erkrankungen, die vor Beginn Ihres Versicherungsschutzes diagnostiziert, behandelt oder sogar nur Symptome zeigten. Der wichtigste Punkt hier ist, dass Versicherer in der Regel die gesamte medizinische Vorgeschichte Ihres Haustieres berücksichtigen, nicht nur kürzlich diagnostizierte Probleme.

Häufige Beispiele sind:

  • Arthritis oder Gelenkprobleme
  • Diabetes oder Schilddrüsenerkrankungen
  • Allergien oder Hauterkrankungen
  • Herzerkrankungen oder frühere Verletzungen
  • Verhaltensprobleme wie Angst

Standardmäßige Versicherungsausschlüsse

Die meisten Haustierversicherer schließen bereits vorhandene Erkrankungen automatisch aus dem Versicherungsschutz aus. Dies ist branchenüblich und gilt für etwa 80–90 % der in Europa verfügbaren Policen. Die Begründung aus Sicht des Versicherers ist nachvollziehbar: Sie können keine Erkrankungen abdecken, die bereits bei Beginn der Police vorhanden sind, da dies das Versicherungsmodell wirtschaftlich unmöglich machen würde.

Einige Anbieter bieten jedoch begrenzte Ausnahmen für Haustiere mit bereits vorhandenen Erkrankungen an, insbesondere wenn:

  1. Die Erkrankung geheilt wurde und über einen bestimmten Zeitraum symptomfrei ist (normalerweise 12–24 Monate)
  2. Sie die Police kurz nach Erwerben Ihres Haustieres abschließen
  3. Sie sich für eine teurere Prämienstufe mit umfasserem Versicherungsschutz entscheiden

Zeitliche Grenzen und Wartezeiten

Auch wenn die Versicherung beginnt, enthalten die meisten Policen Wartezeiten, bevor der Versicherungsschutz aktiv wird. Typischerweise liegen diese zwischen 14 und 30 Tagen für allgemeine Erkrankungen, wobei Unfälle oft sofort abgedeckt sind. Einige Versicherer haben längere Wartezeiten – bis zu 12 Monate – für spezifische Erkrankungen wie Kreuzbandverletzungen oder vererbte Erkrankungen.

Das Verständnis dieser Zeitrahmen ist wesentlich, wenn Sie den Versicherungsschutz Ihres Haustieres planen.

Chronische Erkrankungen: Eine Grauzone

Chronische Erkrankungen, die nach Beginn Ihrer Police entwickeln, sind normalerweise abgedeckt, auch wenn sie eine laufende Behandlung erfordern. Einige Versicherer wenden jedoch jährliche Limits an oder können wiederkehrende Probleme nach bestimmten Schwellwerten ausschließen. Es ist wichtig, klarzustellen, ob Ihre Police die vollständigen Kosten für die langfristige Verwaltung chronischer Erkrankungen abdeckt.

Praktische Schritte, die Sie jetzt unternehmen können

Tierhalter überprüft Versicherungspolicen und tierärztliche Unterlagen zu Hause mit jungem Hund

Wenn Ihr Haustier bereits gesundheitliche Probleme hat, gehen Sie nicht davon aus, dass Sie völlig ungeschützt sind. Erwägen Sie diese Maßnahmen:

  • Versichern Sie Ihren Hund oder Ihre Katze so früh wie möglich – idealerweise als junges, gesundes Tier
  • Beschaffen Sie sich vollständige medizinische Unterlagen von Ihrer Tierarztpraxis, bevor Sie einen Antrag stellen
  • Lesen Sie Policendokumente sorgfältig durch, um genau zu verstehen, welche Ausschlüsse gelten
  • Rufen Sie Versicherer direkt an, um nach Ausnahmen für Ihre spezifische Situation zu fragen
  • Vergleichen Sie mehrere Anbieter, da die Ausschlusskriterien erheblich variieren
  • Erwägen Sie, ob reine Unfallversicherungen als Sicherheitsnetz sinnvoll sein könnten

Wichtigste Erkenntnisse

Haustierversicherungen decken bereits vorhandene Erkrankungen selten ab, aber das sollte Sie nicht davon abhalten, einen Versicherungsschutz zu sichern. Die beste Strategie ist, Ihren Hund oder Ihre Katze jung zu versichern und sie ein Leben lang versichert zu halten. Für bestehende Haustiere mit Gesundheitsproblemen sollten Sie alle verfügbaren Optionen prüfen – einige Policen machen Ausnahmen, und reine Unfallversicherungen können wertvollen Schutz vor unerwarteten Verletzungen bieten. Am wichtigsten ist es, jede Police vor dem Kauf gründlich zu überprüfen und offene Kommunikation mit Ihrem Versicherer über die medizinische Vorgeschichte Ihres Haustieres zu führen. Auch Ihre Tierarztpraxis kann wertvolle Hinweise bei der Auswahl eines angemessenen Versicherungsschutzes für die individuellen Umstände Ihres Haustieres geben.

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Disclaimer:This article is for informational purposes only and does not constitute veterinary advice. Always consult a qualified veterinarian for your pet's health concerns.

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