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Pferd Süßjucken Ratgeber

By Sarah Bennett5 min read
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Was ist Sommerexem?

Sommerexem — klinisch auch als Culicoides-Überempfindlichkeit oder saisonale rekurrente Dermatitis bekannt — ist eine allergische Hauterkrankung, die durch eine Überempfindlichkeit gegen den Speichel von Culicoides-Mücken ausgelöst wird. Es ist eine der häufigsten und frustrierendsten Erkrankungen, die Pferde in Europa betreffen, mit besonders hoher Prävalenz in Großbritannien, Irland, Frankreich, Spanien und Skandinavien. Betroffene Pferde entwickeln eine übertriebene Immunantwort auf Mückenstiche, was zu intensivem, chronischem Juckreiz führt, der die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen kann.

Die Erkrankung folgt typischerweise einem saisonalen Muster, verschlechtert sich im Frühling und Sommer, wenn die Mückenpopulationen ihren Höhepunkt erreichen, und verbessert sich oder verschwindet im Winter. In milderen Klimazonen wie Teilen Spaniens und Südfrankreichs können Mücken jedoch einen viel längeren Teil des Jahres aktiv sein.

Symptome und Diagnose

Sommerexem präsentiert sich als intensiver Pruritus (Juckreiz), der sich auf Mähne, Schweifansatz, ventrale Mittellinie (Bauch) und Gesicht konzentriert. Betroffene Pferde reiben, beißen und kratzen ständig, was zu Haarausfall, Hautverdickung, Schuppung, offenen Wunden und in schweren Fällen zu sekundären Bakterieninfektionen führt. Über aufeinanderfolgende Jahreszeiten hinweg kann die Haut besonders entlang der dorsalen Mittellinie lederartig und vernarbt werden.

Die Diagnose erfolgt hauptsächlich klinisch, basierend auf der charakteristischen Verteilung der Läsionen, dem saisonalen Muster und der Krankengeschichte des Pferdebesitzers bezüglich Mückenexposition. Intradermale Allergietests oder serologische Blood Tests: What Each Panel Measures & What Results Mean">Bluttests auf Culicoides-spezifische IgE-Antikörper können eine Überempfindlichkeit bestätigen und sind besonders nützlich bei der Überlegung einer Immuntherapie. Ihr Tierarzt kann auch andere Ursachen für Pruritus wie Läuse, Chorioptes-Räude, Ringelflechte oder Kontakt-Allergien ausschließen.

Die ESCCAP-Richtlinien zur equinen Parasitologie empfehlen, dass Besitzer und Tierärzte zwischen parasitären Ursachen von Pruritus (wie Milben- oder Lausbefall) und allergischen Ursachen unterscheiden, bevor sie sich auf einen Behandlungsplan festlegen, da die Behandlungen erheblich unterschiedlich sind.

Physikalischer Schutz: Decken und Fliegenmasken

Der physikalische Schutz vor Mücken ist das wirksamste nicht-pharmakologische Werkzeug, das verfügbar ist. Die Boett-Decke wurde speziell für die Behandlung von Sommerexem entwickelt und bedeckt den gesamten Körper einschließlich Bauch, Hals und Kopf, um die am meisten von Mückenstichen gefährdeten Bereiche zu schützen. Sie ist aus einem feinen Netzgewebe gefertigt, das Culicoides-Mücken nicht durchdringen können, während noch Luftzirkulation möglich ist. Viele Pferde mit mittlerem Sommerexem können erfolgreich mit nur einer Boett-Decke behandelt werden, vorausgesetzt, sie wird während der Hauptaktivitätszeiten der Mücken (Dämmerung und Morgengrauen) richtig getragen.

Standard-Fliegendecken und Fliegenmasken bieten ebenfalls einen sinnvollen Schutz und können verwendet werden, wenn eine vollständige Boett-Decke nicht praktisch ist. Eine hervorragende Passform ist kritisch, da Lücken um Bauch und Mähne Mücken Zugang zu den empfindlichsten Bereichen ermöglichen.

EU-zugelassene Insektizide: Deosect und Cypermethrin

Deosect (enthaltend Cypermethrin) ist ein EU-zugelassenes Topika-Insektizid, das in ganz Europa zur Bekämpfung von Culicoides-Mücken bei Pferden verwendet wird. Es wird direkt auf das Fell aufgetragen und wirkt als Kontaktinsektizid, das Mücken abweist und tötet, bevor sie stechen können. Deosect ist wirksam und praktisch, erfordert jedoch regelmäßige Wiederanwendung — besonders nach Regen oder Schwitzen. Es sollte wie auf dem Produktetikett angegeben aufgetragen werden und darf nicht in die Augen, Schleimhäute oder Wasserquellen gelangen.

Überprüfen Sie vor der Verwendung von Insektiziden oder topischen Produkten bei einem Turnierpferd immer die aktuelle Liste der vom FEI verbotenen Substanzen, da einige Verbindungen je nach Wettbewerbsebene und Regelwerk verboten sein oder Wartezeiten haben können.

Tierärztliche Behandlungen: Dexamethason bei akuten Schüben

Während akuter Schübe von schwerem Sommerexem können tierärztlich verschriebene Kortikosteroide wie Dexamethason verwendet werden, um die Entzündung schnell zu reduzieren und den Juck-Kratz-Zyklus zu unterbrechen. Dexamethason ist ein potentes Glukokortikoid, das die allergische Entzündungsreaktion unterdrückt und kann erhebliche kurzfristige Erleichterung bieten. Es ist ein verschreibungspflichtiges Medikament und sollte nur unter tierärztlicher Aufsicht verwendet werden, da die Langzeitanwendung Risiken mit sich bringt, einschließlich Hufrehe bei prädisponierten Pferden.

Dexamethason steht auf der Liste der vom FEI verbotenen Substanzen und hat definierte Nachweisschwellen und Wartezeiten. Turnierteilnehmer müssen die tierärztliche Behandlung sorgfältig rund um ihren Turniereinsatzplan planen.

Immuntherapie: Desensibilisierung für Langzeitkontrolle

Allergen-spezifische Immuntherapie (Desensibilisierung) bietet eine Langzeitlösung für Pferde mit bestätigter Culicoides-Überempfindlichkeit. Nach einem Allergietest zur Identifizierung der spezifischen beteiligten Culicoides-Arten und Allergene wird ein maßgeschneiderter Impfstoff hergestellt und über eine Serie von Injektionen über mehrere Monate hinweg verabreicht. Das Ziel ist, das Immunsystem schrittweise zu desensibilisieren, so dass das Pferd auf Mückenstiche mit einer weniger schweren Reaktion antwortet.

Die Immuntherapie erfordert Engagement über ein bis zwei Jahre und ist nicht universell wirksam, kann aber bei Pferden, die ansprechen, zu anhaltenden Verbesserungen führen, die über den Behandlungszeitraum hinaus anhalten. Sie ist durch spezialisierte Überweisungszentren für equine Dermatologie im Vereinigten Königreich und in ganz Europa erhältlich.

Ergänzungsmittel: Omega-3 und Quercetin

Ernährungsunterstützung kann die physikalische und medikamentöse Behandlung ergänzen. Omega-3-Fettsäuren aus Quellen wie Leinöl (Leinsamenöl) helfen, die Entzündungsreaktion zu modulieren und die Hautbarrierenfunktion zu unterstützen. Quercetin, ein natürliches Bioflavonoid, das in Pflanzennährstoffen vorkommt, hat milde antihistaminerge und entzündungshemmende Eigenschaften und ist in mehreren equinen Sommerexem-Ergänzungsmischungen enthalten, die in der EU erhältlich sind. Während weder die tierärztliche Behandlung bei schwer betroffenen Pferden ersetzt, sind beide sicher für die Langzeitanwendung und können die allgemeine

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Disclaimer:This article is for informational purposes only and does not constitute veterinary advice. Always consult a qualified veterinarian for your pet's health concerns.